Bambus ist längst mehr als nur eine exotische Zierpflanze. Immer mehr Gartenfreunde fragen sich: Wächst Bambus in Deutschland? Die Antwort lautet ja und sogar erstaunlich gut. Die richtige Sorte, ein passender Standort und gezielte Pflege machen Bambus zu einer pflegeleichten, schnell wachsenden und immergrünen Pflanze.
Egal ob als Sichtschutz, Hecke oder dekoratives Element im Garten, Bambus überzeugt durch Eleganz, schnelles Wachstum und Struktur. Warum diese Pflanze so beliebt ist, welche Arten sich eignen und was du beim Pflanzen beachten solltest, zeigt dieser umfassende Ratgeber.
Wächst Bambus in Deutschland und was macht ihn so besonders?
Bambus gehört zur Familie der Süßgräser und bringt eine einzigartige Optik in jeden Garten. Durch die schlanken, meist aufrecht wachsenden Halme und das dichte Blattwerk wirkt Bambus sowohl modern als auch natürlich. Im Gegensatz zu Bäumen und Sträuchern bleibt er in vielen Fällen das ganze Jahr über grün und eignet sich daher ideal als Sichtschutz.
Besonders geschätzt wird Bambus wegen seiner Vielseitigkeit. Er kann als Einzelpflanze ein Highlight setzen oder als dichte Bambushecke dienen. Auch für asiatisch inspirierte Gartenkonzepte ist Bambus die erste Wahl. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich in Wuchshöhe, Halmdicke, Farbe und Wuchsform – ideal für individuelle Gestaltungen.
Wie schnell wächst Bambus?
Bambus ist bekannt für sein rasantes Wachstum. Einige Sorten wachsen mehrere Zentimeter am Tag. Besonders schnell wächst Bambus während der Hauptwachstumszeit von April bis August. In dieser Phase sprießen neue Triebe aus dem Boden, die innerhalb weniger Wochen ihre volle Höhe erreichen können.
Nach dem Höhenwachstum folgt das Dickenwachstum. Neue Halme erreichen dabei in kürzester Zeit ihre endgültige Höhe und gewinnen danach an Stabilität. Wer Bambus als Hecke oder Sichtschutz einsetzt, profitiert vom schnellen Aufbau einer grünen Wand. Je nach Sorte kann die Pflanze bis zu fünf Meter hoch werden.
Welche Bambusarten sind für Deutschland geeignet?
Für den Anbau in Deutschland empfehlen sich zwei Hauptgruppen: horstig wachsende Fargesia-Arten und ausläuferbildende Phyllostachys-Arten. Fargesia ist besonders pflegeleicht, wächst kompakt und bildet keine Ausläufer. Ideal für kleinere Gärten oder den Anbau im Kübel.
Die Gattung Phyllostachys hingegen wächst kräftiger, bildet jedoch Rhizome. Dazu gehört auch die bekannte Art Phyllostachys nigra mit ihren dunklen Halmen. Diese Arten brauchen zwingend eine Rhizomsperre, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu vermeiden. Wer den passenden Standort und genug Platz bietet, kann mit diesen Sorten beeindruckende Höhen und dichte Hecken erzielen.
Wächst Bambus in Deutschland gut genug für den Garten?
Die Frage wächst Bambus in Deutschland lässt sich eindeutig mit Ja beantworten. Vorausgesetzt, es handelt sich um winterharte Sorten, die an das mitteleuropäische Klima angepasst sind. Gerade Fargesia- und Phyllostachys-Arten haben sich als robust erwiesen.
In Deutschland wächst Bambus am besten an halbschattigen bis sonnigen Standorten mit durchlässigem, humusreichem Boden. Wichtig ist eine gute Wasserversorgung, ohne Staunässe. Besonders in Trockenperioden sollte regelmäßig gegossen werden. Auch in Höhenlagen oder Regionen mit kalten Wintern gibt es geeignete Sorten, die Temperaturen bis minus 20 Grad standhalten.
Fargesia Bambus als sichere Wahl für viele Gärten
Fargesia Bambus ist die ideale Lösung für alle, die Bambus pflanzen möchten, ohne sich Sorgen über invasive Ausläufer zu machen. Diese Art wächst horstig und bleibt dadurch an ihrem Platz. Fargesia robusta ist eine besonders winterharte Sorte, die bis zu vier Meter hoch werden kann.
Fargesien eignen sich hervorragend als Sichtschutz oder für eine dichte Bambushecke. Ihre Halme sind dünner, aber standfest. Auch für schattige Bereiche im Garten sind sie geeignet. Da Fargesia keine Rhizome bildet, entfällt der Aufwand einer Rhizomsperre. Das macht sie auch für Anfänger zur idealen Wahl.
Rhizomsperre bei ausläuferbildenden Arten unverzichtbar
Wer sich für eine ausläuferbildende Bambusart entscheidet, muss unbedingt eine Rhizomsperre einsetzen. Ohne diese kann sich der Bambus über unterirdische Rhizome unkontrolliert ausbreiten. Das führt nicht nur zu Problemen im eigenen Garten, sondern auch auf Nachbargrundstücken.
Die Rhizomsperre sollte aus stabilem Kunststoff bestehen und mindestens 60 Zentimeter tief in den Boden eingebracht werden. Auch die obere Kante sollte leicht aus dem Boden ragen, um das Wachstum zuverlässig zu stoppen. Eine sorgfältig gesetzte Sperre verhindert spätere Komplikationen und sichert die Freude an der Pflanze langfristig.
Wie wird Bambus richtig gepflanzt?
Bevor Bambus gepflanzt wird, sollte das Pflanzloch großzügig ausgehoben und der Boden gut aufgelockert werden. Wichtig ist ein humusreicher, leicht feuchter und gut durchlässiger Untergrund. Je nach Sorte ist beim Einpflanzen der Abstand zu benachbarten Pflanzen zu beachten, da Bambus in Abständen neue Halme bildet.
Nach dem Einsetzen der Pflanze wird die Erde gut angedrückt und kräftig gewässert. Besonders in den ersten Wochen nach dem Pflanzen ist regelmäßiges Gießen wichtig. Mulchen hilft dabei, die Bodenfeuchtigkeit zu halten und gleichzeitig Unkraut zu unterdrücken. Im Frühjahr treibt der Bambus mit neuen Trieben aus und wächst in wenigen Wochen in die Höhe.
Bambus im Kübel richtig pflegen
Auch im Kübel wächst Bambus in Deutschland erstaunlich gut. Wichtig ist jedoch die Wahl eines ausreichend großen Gefäßes. Kübeln gepflanzt sollte die Pflanze regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Besonders im Sommer ist auf eine gleichmäßige Wasserversorgung zu achten, da die Erde in Kübeln schneller austrocknet.
Der Standort sollte hell, aber nicht vollsonnig sein. Damit die Wurzeln nicht überhitzen, kann der Kübel zusätzlich beschattet werden. Auch im Winter sollte der Kübel vor starkem Frost geschützt stehen, etwa durch Isoliermaterial oder einen geschützten Platz an der Hauswand.
Wächst Bambus in Deutschland auch im Winter weiter?
Auch wenn Bambus im Winter keine neuen Halme bildet, bleibt er in vielen Fällen immergrün. Das macht ihn besonders attraktiv als strukturgebende Pflanze. Einige Arten sind so winterhart, dass sie Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt überstehen. Dazu zählen vor allem Fargesia-Sorten, die sich für das Klima in Deutschland gut eignen.
Wichtig ist, dass der Bambus auch im Winter gelegentlich Wasser erhält, besonders bei trockener Witterung. Junge Pflanzen sollten zusätzlich mit Laub oder Reisig geschützt werden. So übersteht der Bambus die kalte Jahreszeit unbeschadet und treibt im Frühjahr erneut kräftig aus.
Pflegehinweise für ein gesundes Wachstum
Damit Bambus dauerhaft gesund bleibt und sein schnelles Wachstum beibehält, braucht er regelmäßige Pflege. Während der Wachstumsphase von April bis August empfiehlt sich eine Düngung mit einem stickstoffreichen Dünger. Das fördert kräftige Halme und neue Triebe.
Das Mulchen mit Rindenmulch oder Laub schützt den Boden vor Austrocknung und liefert zusätzliche Nährstoffe. Ein gelegentlicher Rückschnitt kann helfen, die Pflanze in Form zu halten und abgestorbene Halme zu entfernen. Wichtig ist, nie mehr als ein Drittel der Halme zu schneiden, um die Pflanze nicht zu schwächen.
Fazit: Wächst Bambus in Deutschland?
Die Antwort auf die Frage „Wächst Bambus in Deutschland?“ ist eindeutig: Ja, und das sogar sehr gut. Mit der richtigen Sortenwahl, einem geeigneten Standort und gezielter Pflege lässt sich Bambus problemlos in heimischen Gärten kultivieren.
Ob horstig wachsend wie Fargesia oder ausläuferbildend wie Phyllostachys – Bambus bietet für jede Gartensituation die passende Lösung. Er wächst schnell, bleibt immergrün, ist pflegeleicht und sorgt für eine moderne, natürliche Atmosphäre. Wer einige Grundregeln beachtet, wird viele Jahre Freude an seiner Bambuspflanze haben.
FAQs: Häudig gestellte Fragen zum Thema „Wächst Bambus in Deutschland?“
Kann man Bambus in Deutschland pflanzen?
Ja, Bambus kann in Deutschland problemlos gepflanzt werden, wenn die richtige Sorte gewählt wird. Viele Bambusarten sind an das mitteleuropäische Klima angepasst und gelten als winterhart. Besonders beliebt sind horstig wachsende Sorten wie Fargesia, da sie keine Ausläufer bilden und sich gut kontrollieren lassen.
Wichtig sind ein geeigneter Standort mit durchlässigem Boden, ausreichend Feuchtigkeit und Schutz vor Staunässe. Unter diesen Bedingungen entwickelt sich Bambus auch in deutschen Gärten zuverlässig und gesund.
Wie schnell wächst Riesenbambus in Deutschland?
- Riesenbambus kann während der Wachstumsphase mehrere Zentimeter pro Tag wachsen
- Die Hauptwachstumszeit liegt zwischen April und August
- Neue Halme erreichen oft innerhalb weniger Wochen ihre volle Höhe
- Je nach Sorte sind Höhen von bis zu fünf Metern möglich
- Das eigentliche Höhenwachstum ist schnell abgeschlossen, danach folgt die Verdickung der Halme
Warum kein Bambus im Gärten?
| Grund | Erklärung |
|---|---|
| Unkontrollierte Ausbreitung | Ausläuferbildende Arten können ohne Rhizomsperre große Flächen einnehmen |
| Hoher Pflegeaufwand | Regelmäßiges Gießen und Düngen sind notwendig |
| Platzbedarf | Einige Sorten benötigen viel Raum und sind für kleine Gärten ungeeignet |
| Nachbarschaftskonflikte | Rhizome können Grundstücksgrenzen überschreiten |
| Falsche Sortenwahl | Nicht winterharte Arten können im Winter Schaden nehmen |
Kann Bambus in Deutschland wachsen?
Ja, Bambus kann in Deutschland gut wachsen, wenn Standort, Boden und Sorte zusammenpassen. Viele Bambusarten sind winterhart und kommen mit kalten Temperaturen zurecht. Entscheidend ist eine ausreichende Wasserversorgung, besonders im Sommer und an frostfreien Tagen im Winter. Mit der richtigen Pflege wächst Bambus auch hierzulande kräftig, bleibt oft immergrün und eignet sich hervorragend als Sichtschutz oder strukturgebendes Element im Garten.







