Ernährung

Wo liegt der Unterschied zwischen Mandarinen und Clementinen?

Wo liegt der Unterschied zwischen Mandarinen und Clementinen

Sobald die Tage kürzer werden und der Duft von Zimt in der Luft liegt, füllen sie die Obstschalen in unseren Wohnzimmern: die kleinen, orangefarbenen Zitrusfrüchte. Doch beim Griff in die Kiste stellt sich jedes Jahr die gleiche Frage: wo liegt der Unterschied zwischen Mandarinen und Clementinen?

Obwohl sie sich zum Verwechseln ähnlich sehen, stecken hinter der Schale deutliche Differenzen in Geschmack, Herkunft und Genussfaktor.

In diesem Beitrag lüften wir das Geheimnis der orangen Vitaminbomben und klären ein für alle Mal, worin eigentlich der Unterschied liegt.

Die Mandarine: Der aromatische Klassiker mit Geschichte

Die Mandarine gilt als die Urform unter den kleinen Zitrusfrüchten. Sie stammt ursprünglich aus China und fand erst im 19. Jahrhundert ihren Weg nach Europa. Wer eine echte Mandarine schält, wird sofort von einem intensiven, herben Aroma begrüßt.

Charakteristisch für die Mandarine ist ihre eher lose sitzende Schale. Diese lässt sich meist kinderleicht entfernen, da zwischen dem Fruchtfleisch und der äußeren Hülle oft ein kleiner Hohlraum besteht.

Das Fruchtfleisch selbst ist in etwa neun bis zehn Segmente unterteilt und schmeckt deutlich kräftiger und säuerlicher als das ihrer Verwandten. Ein kleiner Wermutstropfen für viele Genießer: Die klassische Mandarine enthält fast immer Kerne, was sie beim schnellen Snacken zwischendurch manchmal etwas unhandlich macht.

Die Clementine: Die süße Züchtung für Naschkatzen

Die Clementine hingegen ist kein Naturprodukt im ursprünglichen Sinne, sondern eine Kreuzung.

Botaniker gehen davon aus, dass sie aus einer Verbindung zwischen der Mandarine und der Bitterorange (Pomeranze) entstanden ist. Ihren Namen verdankt sie vermutlich dem französischen Mönch Frère Clément, der diese Variante vor über 100 Jahren in Algerien entdeckte.

Warum ist die Clementine so beliebt? Ganz einfach: Sie ist die unkomplizierte Schwester. Ihre Schale ist meist etwas dicker und sitzt fester am Fruchtfleisch, was sie widerstandsfähiger gegen Druckstellen macht.

Das macht sie länger haltbar – sie übersteht im kühlen Keller problemlos mehrere Wochen. Geschmacklich punktet sie mit einer ausgeprägten Süße und fast gar keiner Säure.

Unterschied zwischen Mandarinen und Clementinen: Der direkte Vergleich

Unterschied zwischen Mandarinen und Clementinen Der direkte Vergleich

Wo genau liegt der Unterschied im Alltag? Wenn man beide Früchte nebeneinander legt, fallen die optischen und haptischen Merkmale schnell ins Auge. Während die Mandarine oft etwas flacher gedrückt wirkt, ist die Clementine meist prall und rundlich.

Schale und Haptik

Der Unterschied zwischen Mandarine und Clementine beginnt bereits beim ersten Berühren. Mandarinen neigen zur sogenannten „Schalenteiligkeit“. Das bedeutet, die Haut löst sich bei Reife fast von selbst vom Fleisch.

Das macht das Schälen zwar einfach, führt aber dazu, dass die Frucht schneller austrocknet oder verdirbt. Clementinen sind hier robuster. Ihre eng anliegende Haut schützt das Innere vor dem Austrocknen.

Kerne und Segmente

Ein entscheidender Punkt für viele Käufer sind die Kerne. Während man bei der Mandarine fast garantiert auf kleine, bittere Kerne beißt, ist die Clementine in der Regel kernlos.

Auch bei der Anzahl der Segmente gibt es Abweichungen: Eine Clementine kann zwischen 8 und 14 einzelne Spalten haben, was sie zur idealen Frucht zum Teilen macht.

Herkunft und Ursprung: Woher kommen die Früchte?

Die Herkunft und der Ursprung beider Früchte liegen weit auseinander. Die Mandarine ist eine der Stammväter aller Zitrusfrüchte – ohne sie gäbe es weder Orangen noch Clementinen.

Sie liebt das subtropische Klima Asiens. Die Clementine hingegen ist ein Kind des Mittelmeerraums. Heute stammen die meisten Früchte, die wir im Supermarkt kaufen, aus Spanien, Italien oder Marokko.

Satsumas: Die dritte im Bunde

Wer über den Unterschied zwischen Mandarinen spricht, kommt an der Satsuma nicht vorbei. Oft werden sie fälschlicherweise als Mandarinen verkauft. Die Satsuma stammt aus Japan und ist eine kernlose Kreuzung.

Sie ist meist die erste Zitrusfrucht der Saison, die bereits im Herbst in den Regalen landet. Ihr Geschmack ist mild und weniger intensiv, was sie besonders bei Kindern beliebt macht.

FAQ: Unterschied zwischen Mandarinen und Clementinen

Was ist besser, Clementine oder Mandarine?

Das ist reine Geschmackssache! Wenn Sie ein intensives, herb-süßes Aroma suchen und das Puhlen von Kernen nicht scheuen, ist die Mandarine Ihre Wahl. Für Kinder oder als schneller Snack ohne klebrige Finger im Büro ist die Clementine aufgrund der Kernlosigkeit und der Robustheit meist praktischer.

Sind Clementinen immer kernlos?

In der Theorie ja, da sie steril sind. Aber: Natur hält sich nicht immer an Regeln. Wenn eine Clementine in der Nähe von anderen Zitrusbäumen wächst und durch Bienen fremdbestäubt wird, kann sie durchaus Kerne entwickeln. Eine Garantie gibt es also nie, aber die Wahrscheinlichkeit ist bei der Clementine minimal.

Wie viele Clementinen darf ich am Tag essen?

Clementinen sind extrem gesund und liefern viel Vitamin C. Allerdings enthalten sie auch Fruchtzucker und Säure. Zwei bis drei Stück pro Tag sind eine ideale Portion, um das Immunsystem zu stärken, ohne den Magen durch zu viel Säure zu reizen.

Fazit: Unterschied zwischen Mandarinen und Clementinen – Hauptsache gesund!

Obwohl es viele Merkmale gibt, durch die sich die Zitrusfrüchte unterscheiden, haben sie eines gemeinsam: Sie sind die perfekten Begleiter für die kalte Jahreszeit. Sie liefern wichtiges Vitamin C, halten die Konzentration hoch und bringen Farbe in den grauen Winteralltag.

Achten Sie beim nächsten Einkauf einfach auf die Schale: Fühlt sie sich locker an, ist es wahrscheinlich eine Mandarine. Ist sie fest und prall, halten Sie eine Clementine in der Hand. Gibt es einen Unterschied in der Qualität? Nein, beide sind wahre Superfoods der Natur.

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